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24.11.2015, 09:49 Uhr | NWZ: Patrick Buck
Diskussion zum Thema Stromtrasse
Am gestrigen Montag fand in Garrel auf Einladung von MdL Karl-Heinz Bley eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Stromtrassenbau statt.
Die NordWestZeitung berichtet hierzu in Ihrer Ausgabe von 24.11.2015:

Garrel -

Von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen soll die Leitung führen. Viele Bürger sind alarmiert. Bei einer Diskussion begrüßten viele die Alternative entlang der Autobahn.

Die geplante Stromtrasse von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen beschäftigt viele Bürger in  der Region. Darum waren nicht nur Garreler, sondern Anwohner vom Nord- bis zum Südkreis dem Ruf des CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley gefolgt. Er hatte Planer, Verwaltungen und Betroffene am Montagnachmittag zu einem öffentlichen Fachgespräch ins Gasthaus „Zum Schäfer“ in Garrel eingeladen.

Besonders Garrels Bürgermeister Andreas Bartels nutzte die Gelegenheit vor rund 80 Zuhörern für klare Worte. Eine 380-Kilovolt-Leitung würde die Gemeinde, die auf Wachstum angelegt sei, einengen. Besonders rieb er sich an den Grundsätzen über Abstände der Trasse zur Bebauung. Einerseits, weil man sie bei Bedarf abwägen und auf Null setzen könne („Das taugt nichts.“). Anderseits, weil die Distanz zur Leitung für Gebäude bei 400 Metern in Siedlungen liege, im Außenbereich aber nur bei 200 Meter. „Sind Menschen im Außenbereich weniger wert?“, fragte er.

André Röckmann sprach für die Bürgerinitiative Falkenberg, Varrelbusch und Resthausen sowie für die Gruppen aus Thüle. Er warf den Planern vor, durch den Zeitdruck auf Freileitungen zu setzen und Tests mit neuen Technologien, wie Erdverkabelung, keine Chance zu geben. Er rief dazu auf, für die „Monstertrasse“ wirklich alle Alternativen zu prüfen und mögliche Schädigungen für Mensch und Tier zu beachten. „Am Ende steht oft Wirtschaftlichkeit über Gesundheit“, befürchtete Röckmann.

Otto König vom Bürgerverein Beverbruch kündigte an, sich mit seinen Mitgliedern in die Planung einzubringen. Die jetzigen Trassen hätten seit 50 Jahren die Dorfentwicklung behindert. „Nun haben wir die einzigartige Chance, die Leitung aus dem Dorfkern zu verbannen.“ Ausdrücklich begrüßte er die Entscheidung des Amtes für Regionalentwicklung, auch die Leitungsführung entlang der Autobahn untersuchen zu lassen (die NWZ  berichtete). Davon berichtete auch Bernhard Heidrich für diese Behörde.

Thomas Buksdrücker, einer von drei Vertretern des Trassenbetreibers Tennet, verwies allerdings auf hohe Raumwiderstände, zum Beispiel durch Siedlungen oder Vogelschutzgebiete. „Darum drängte diese Trassenführung sich nicht als vorzugswürdig auf“, begründete er die ursprüngliche Nichtberücksichtigung.

Bley rief die Trassengegner vor allem zu Zusammenhalt auf. Um die Belastung für den Kreis so gering wie möglich zu halten, „dürfen wir uns nicht gegeneinander ausspielen“.

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