Handwerk
11.03.2014, 10:51 Uhr | Leichte Zuwächse trotz Minus im Neuwagengeschäft - Service wächst um 1,4 Prozent - Markenhandel verliert bei Gebrauchten - Kfz-Gewerbe zuversichtlich für neues Autojahr - Kritik an den Herstellern - Branche muss sich um \"die Alten\" kümmern - Verluste du
 
Kfz-Umsatz erstmals über 20 Milliarden Euro

Großburgwedel/Hannover. Erstmals ist der Umsatz im niedersächsischen Automarkt über die 20-Milliarden-Euro-Grenze gestiegen. Trotz deutlicher Verluste im Neuwagengeschäft sei es durch Zuwächse bei Gebrauchtwagen und im Lkw-Geschäft sowie einem stabilen Wachstum im Service unerwartet gelungen, den Gesamtumsatz zu steigern. Diese Entwicklung begünstigt habe auch die Tatsache, dass beim Autokauf wieder mehr Geld ausgegeben wurde. So sei der Durchschnittspreis eines Neuwagens in Niedersachsen auf 27.590 (Vorjahr 27.220) Euro gestiegen. Beim Gebrauchtwagen habe es eine Bandbreite der Durchschnittspreise von 13.510 (Vorjahr: 12.730) Euro im Markenhandel bis zu 6.830 (Vorjahr: 6.600) Euro im Privatmarkt gegeben. Karl-Heinz Bley, Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, sagte vor Journalisten in Hannover, das Autojahr 2013 sei besser als sein Ruf verlaufen. "Dunkle Flecken" auf einer zufriedenstellenden Bilanz seien die schwache Rendite und der Marktverlust im expansiven Gebrauchtwagenmarkt. Nach einem "guten Jahresstart mit deutlichen Basiseffekten" schaue das niedersächsische Kraftfahrzeuggewerbe zuversichtlich ins Autojahr 2014. Im Januar habe es Zuwächse im Neuwagen- und Gebrauchtwagengeschäft mit 8,9 Prozent, bzw. 5,3 Prozent plus gegeben.


Insgesamt sind den Angaben Bleys zufolge in Niedersachsen im vergangenen Jahr 1,09 (Vorjahr: 1,07) Millionen Pkw, davon 323.644 Neuwagen, gekauft worden.


Das ohnehin negative Neuwagengeschäft habe einen weiteren Makel durch die Tatsache, dass 29 Prozent aller Neuzulassungen eigene Zulassungen von Herstellern und Handel gewesen seien. Bley: "Es ging mal wieder um Statistik-Kosmetik zulasten kaufmännischer Prinzipien."


Das realistische Volumen für den Autohandel liege in Niedersachsen bei jährlich rund 240.000 neuen Pkw.


Aus der großen Anzahl taktischer Zulassungen bediene sich der Privatkäufer zunehmend, denn der Anteil der privaten Kunden im Neuwagenmarkt sei erneut, jetzt auf 37,9 Prozent, gesunken. Dies sei ein Grund für die Steigerungen im niedersächsischen Gebrauchtwagenmarkt, in dem mit 764.294 Besitzumschreibungen rund 32.500 Autos mehr als im Vorjahr verkauft worden seien.


Im expansiven Gebrauchtwagenmarkt in Niedersachsen habe der Markenhandel seine Position nicht ausbauen können. Von den insgesamt 764.294 (Vorjahr: 737.801) Besitzumschreibungen seien 32 (Vorjahr: 34,4) Prozent über den Markenhandel, 24,4 (Vorjahr: 24) Prozent über den reinen Gebrauchtwagenhandel und 42,8 (Vorjahr: 40,6) Prozent über den Privatmarkt gelaufen. Positiv in der Bilanz ist nach Darstellung Bleys, dass sich die Bruttoerträge für den Fachhandel leicht verbessert hätten, negativ bleibe die fehlende homogene Angebotspalette in vielen Unternehmen als Ursache der Marktanteilsverluste.

Die geschwächte Marktposition sei auch einigen Herstellerbanken zuzuschreiben, die nämlich "die Markenbrille und nicht die Marktsicht" im Gebrauchtwagengeschäft praktizierten. Immer noch gebe es teilweise unterschiedliche Behandlungen von sogenannten Fremdmarken. Dies sei eine Barriere, die die Hersteller abbauen müssten. Bley wörtlich: "Wer ein Fremdfabrikat in Zahlung nimmt, darf beim Service des Fahrzeugs nicht schlechter gestellt werden als beim Markenfabrikat."

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