Wahlkreis
24.02.2015, 13:04 Uhr | Oldenburger Münsterland
 
CDU-Politiker fordern Beibehaltung und Ausweitung von steuerlicher Absetzbarkeit

MdB Holzenkamp, MdL Bley und CDA Kreisvorsitzender Uhlhorn fordern Ausweitung des Steuerbonus auf die KfZ-Branche


Oldenburger Münsterland –
Das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschafts-ministerium haben auf der Suche nach Refinanzierungs-möglichkeiten für das energetische Gebäudesanierungsprogramm erste Vorschläge vorgelegt. Die Pläne für den sogenannten „Handwerkerbonus“, der es den Steuerzahlern ermöglicht, Ausgaben für Handwerks-leistungen, haushaltsnahen Dienstleistungen und Haushaltshilfen mit 20% direkt von der Steuerschuld abzuziehen, reichen von einer drastischen Absenkung bis zur kompletten Abschaffung.

Es steht zur Diskussion, den Steuerbonus für die ersten 300 Euro komplett zu streichen. Gegen ein solches Vorhaben stellen sich der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des CDU Landesverbandes Oldenburg Franz-Josef Holzenkamp; der Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion und Handwerkspräsident Karl-Heinz Bley sowie der CDA Kreisvorsitzende Andreas Uhlhorn.


Oldenburger Münsterland -

„Diese Pläne würden dem ursprünglichen Sinn der Regelung, insbesondere die Schwarzarbeit einzudämmen und gerade die Vergabe kleinerer Aufträge durch Privatpersonen an Handwerker attraktiver zu machen, gänzlich entgegen laufen“, betonte Franz-Josef Holzenkamp und fordert daher eine Beibehaltung der gegenwärtigen Regelung.

Karl-Heinz Bley hierzu: „Schon seit Jahren fordere ich – wie auch viele weitere Vertreter des Handwerks, dass der Steuerbonus auch auf andere Branchen, wie z.B. dem KfZ-Gewerbe ausgedehnt werden muss, um auch dort die Schwarzarbeit effektiv zu bekämpfen. Der Bonus führt letztendlich zu höheren Steuereinnahmen für den Staat und damit auch für die Sozialkassen“.

 „Wenn man nun die ersten 300 Euro wieder gänzlich streichen wird, wird es dazu führen, dass viele Bürgerinnen und Bürger diese Ausgaben wieder in der Schwarzarbeit tätigen würden, das kann aber nicht das Ziel sein“, betonte Andreas Uhlhorn.

Ein weiterer Vorschlag für eine Änderung des Handwerkerbonus besteht darin, den Höchstbetrag von bisher 1200€ auf 900€ sowie den Fördersatz von 20% auf 15% abzusenken. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe wird zu den beiden Vorschlägen der federführenden Fachministerien deshalb in Kürze einen abgestimmten Vorschlag vorlegen.

Deshalb fordern die hiesigen CDU-Politiker bereits zum jetzigen Zeitpunkt eindringlich, dass der Steuerbonus in seiner jetzigen Form bestehen bleibt und auf andere Bereiche ausgedehnt wird. Ebenfalls müsse es eine zusätzliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung geben. „Das eine einführen und das bewährte kürzen oder gar gänzlich zu streichen, ist mit Sicherheit der falsche Weg“, resümiert Karl-Heinz Bley.

 


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