Wahlkreis

29.03.2017, 14:17 Uhr | Garrel
 
Bley fordert Umdenken in der Stromtrassenführung
Der CDU-Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Karl-Heinz Bley fordert, dass die geplanten Maßnahmen zum Stromnetzausbau intensiv überprüft und ggf. überarbeitet werden. Für den Landkreis Cloppenburg sind u.a. eine neue 380-KV-Leitung sowie mehrere Konverterstationen geplant, die den Strom von Gleich- in Wechselstrom wandeln.  
Garrel -  . „Aus dem Netzentwicklungsplan Strom für das Jahr 2030, welcher vor kurzem veröffentlicht wurde, geht hervor, dass die bisher geplanten Maßnahmen aufgrund der zu erwartenden Steigerung der produzierten Off- und Onshore Windenergie langfristig gesehen, nicht ausreichen werden. Weiterhin habe ich in der letzten Zeit viele Gespräche mit Regierungsvertretern, Vertretern der Tennet, dem Landkreis Cloppenburg und  Bürgermeistern der Gemeinden geführt. Es darf aus meiner Sicht und festen Überzeugung nicht dazu kommen, dass wir nun im Bau von Leitungen und Konvertern tätig werden und dann zeitnah feststellen, dass das alles nicht ausreichen wird“, so Bley. Er fordert deshalb alle an diesem Prozess beteiligten Institutionen auf, über nachhaltigere und damit zukunftsfähige Lösungen nachzudenken. „Verschiedene Gutachten kommen zu dem Schluss, dass der produzierte Windstrom – sowohl der an der Küste als auch bei uns produzierte Strom – per Gleichstromleitungen direkt Richtung Süddeutschland transportiert werden kann. Ein Wechsel von Gleich- in Wechselstrom wird damit überflüssig. Dieses hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen kann auf die groß dimensionierten Konvertergebäude verzichtet werden und zum anderen ist es deutlich einfacher und kostengünstiger, Gleichstromleitungen als Erdkabel zu verlegen. Hier gibt es zudem viele Erfahrungswerte. Natürlich müssen dann auch die entsprechenden Grundstückseigner, durch deren Grund und Boden die Erdkabel verlegt werden, wiederkehrend entschädigt werden. Es darf nicht bei Einmalzahlungen bleiben“, erläuterte der Abgeordnete. Ebenfalls zeigt sich Bley zuversichtlich, dass es im Fall einer durchgängigen Erdverkabelung deutlich einfacher sei, sich bezüglich der Trassenführung einig zu werden: „Jeder Bürgerin und jedem Bürger in unserem Landkreis ist klar, dass die Energiewende einen entsprechenden Ausbau des Stromnetzes erforderlich macht. Die Trassenführung muss jedoch für alle Bewohner verträglich sein. Ebenfalls ist es mir wichtig, dass die anfallenden Kosten nicht 1 zu 1 auf die Bürger umgelegt werden, sondern alle Beteiligen ihren Beitrag leisten. Die Erzeuger des Stroms erziehen große Gewinne, somit sind diese auch an den Kosten der Stromverteilung zu beteiligten“, so Bley abschließend.

 

 

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